Kanal TV Untersuchungen

Unter Bottrop liegen zahlreiche Kanäle und Abwasserleitungen. Jede von ihnen muss in regelmäßigen überprüft werden. Heutzutage wird dafür glücklicherweise nicht mehr der Boden aufgerissen. Stattdessen setzen Fachmänner eine kleine Kamera ein. Diese sieht ähnlich aus wie eine Webcam und ist auch ebenso klein. Es gibt jedoch eine Besonderheit: Sie kann sich um 360 Grad drehen. Das bedeutet, dass sie jeden Winkel erfasst. Der Experte steuert ihre Bewegungen. Er sitzt mit einem Monitor vor der Hauptleitung. Die Kanalkamera und der Monitor werden von einem langen Kabel miteinander verbunden. Letzteres sorgt für drei Vorteile: Die Kamera kann nicht verlorengehen, die Bilder werden an den Monitor gesendet und zusätzlich werden GPS-Koordinaten übertragen, sodass ein möglicher Defekt millimetergenau geortet werden kann. Diese Informationen sind notwendig, um die bald darauf folgende Reparatur zu planen.

Wann wird Kanal-TV eingesetzt?

Kanal-TV wird eingesetzt, um Defekte zu finden. Die Technik ist jedenfalls bei großen Kanalabschnitten zu aufwendig, um präventive Kontrollen vorzunehmen. Stattdessen kann der Abwasserkanal mithilfe einer Luftdruckprüfung getestet werden. Kommt dabei heraus, dass Luft entweicht, setzt der Fachmann im zweiten Schritt die Kanalkamera ein, um das Problem zu orten. In anderen Fällen ist der Abwasserkanal zwar dicht, aber dafür auf andere Weise beschädigt. So kann gurgelndes oder schlecht ablaufendes Wasser beispielsweise ein Hinweis darauf sein, dass eine Verstopfung vorliegt. In sehr langen Kanälen ist schwer nachvollziehbar, wo genau die Verstopfung liegt. Die Kanal-Kamera findet sie in wenigen Minuten. Gleichzeitig geben die Bilder einen Hinweis darauf, welche Werkzeuge zur Entfernung der Verstopfung benötigt werden.

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